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[Film-Tipp] Dancer in the Dark

Auf vielfachen Wunsch (um genau zu sein von MeThinksAbout und derSchöneBlog) kommt hier also mein erster Film-Tipp … ich mein, die Übergänge von Buch zu Film sind ja gleitend (was im Grunde auch egal is. Ich blogg eh was ich will ;-))

Dancer in the Dark
Regisseur: Lars von Trier
Jahr 2000
Schauspieler: Björk, Catherine Deneuve, David Morse, Peter Stormare
Auszeichnungen: Goldene Palme, Oscar und Golden Globe Nominierungen („Ive seen it all“)

Handlung:
Amerika, Mitte der 60er Jahre: Die tschechische Einwanderin Selma (Björk) arbeitet von früh bis spät. Nicht nur, um sich und ihren 10-jährigen Sohn Gene zu versorgen, sondern vor allem um für dessen Operation zu sparen, die ihn vor dem eigenen Schicksal bewahren soll: allmähliches Erblinden. Einziger Trost für Selma ist Musik, die ihr die harte Arbeit in der Fabrik erleichtert. Als sie dem verschuldeten Nachbarn unvorsichtigerweise von ihrem Geld erzählt, bestiehlt der sie und tritt damit eine Ereignis-Lawine los, die Selma in eine aussichtslose Lage bringt… (Amazon.de)

Meine Meinung:
Bis vor einer Weile kannte ich diesen wundervollen Film garnicht. So geht es denn Meisten wenn ich den Titel „Dancer in the Dark“, den ich ausserordentlich passend finde. Ob man ihn als Geheimtipp bezeichnen sollte? Im Grunde kann ich nicht ganz genau sagen in welches Genre der Film einzuordnen ist, aber er ist einfach faszinierend. Auf der einen Seite steht der Musical-Aspekt (mit seinen bunten Bildern und Kamerafahrten) und auf der anderen Seite die schonungslose Wirklichkeit.

Wer die Filme von Lars von Trier kennt sollte wissen, das es auch in diesem nicht wie in einem Hollywood-Streifen zugeht. Die Geschichte ist direkt und alles wird schonungslos gezeigt und auch erlebt.

Für mich war Björk als Hauptdarstellerin zuerst eine Sache die ich nicht ganz verarbeiten konnte. Nach wenigen Minuten war ich aber begeistert! Björk verkörpert diese Rolle so einmalig wie es niemand anders hätte tun können. Sie spielt jede Geste und jede Situation so überzeugend und real das man garnicht anders kann als mit Selma zu leiden. Auch die anderen Schauspieler machen ihre Sache gut und wissen zu überzeugen.

Der komplette Soundtrack ist grandios! Hier hat Björk sich selbst übertroffen und mich durchaus überzeugt. (Vor dem Film konnte ich Ihre Stimme nicht ertragen).

This isn't the last song, there's no violin, the choir 
is so quiet, and no-one takes a spin (Björk)

Die Kameraführung ist… anders. Keine einfachen Hollywood-ähnlichen „Schnip Schnapp“-Bilder, sondern eher eine selbst gedrehte Atmosphäre. Diese stört aber überhaupt nicht sondern trägt noch mehr dazu bei das der Film so nahe geht.

Die Geschichte ist nicht einfach und vor allem nichts für Zarte gemüter. Nachdem „Dancer in the Dark“ bei mir das erstemal in den Abspann überging brauchte ich erstmal eine gewisse Zeit um mich zu erholen. Taschentücher sind hier Pflicht!

Ich möchte jedem diesen Film ans Herz legen, der nicht nur auf den Einheitsbrei aus Hollywood steht, sich auf eine andere Art von Geschichte einlassen möchte und der sich nicht davor scheut jede Facette schonungslos mit zu erleben. Diese Geschichte einer Mutter die bis zum letzten geht ist ergreifen und einfach Wundervoll! Ein Meisterwek!

Trailer:

Ich verweise an dieser Stelle auch an den Wikipedia-Eintrag zu „Dancer in the Dark“, der mit vielen interessanten Hintergrund-Infos aufwartet.

P.s: Tut jetzt nicht den Fehler und guckt euch auf YouTube alles an! Schaut ihn und seit fasziniert!